{"id":111,"date":"2021-11-09T14:08:56","date_gmt":"2021-11-09T13:08:56","guid":{"rendered":"https:\/\/schuetzen-allerheiligen.saufkopf.at\/?page_id=111"},"modified":"2021-11-09T14:09:26","modified_gmt":"2021-11-09T13:09:26","slug":"der-tiroler-freiheitskampf-1809","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.schuetzen-allerheiligen.at\/?page_id=111","title":{"rendered":"\u201eDer Tiroler Freiheitskampf 1809&#8243;"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die erste Befreiung Tirols im April 1809<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen die Aushebung der Rekruten durch die bayrische Regierung wehrten sich die Tiroler mit der Einberufung des Landsturms. Sie errangen am 11. April bei Sterzing unter der F\u00fchrung Andreas Hofers den ersten Sieg und er\u00f6ffneten gleichzeitig den ersten Kampf am Berg Isel. Bayrische und franz\u00f6sische Truppen mu\u00dften am 13. April kapitulieren. Die Tiroler machten 6 000 Gefangene. Die anr\u00fcckenden \u00f6sterreichischen Truppen fanden ein freies Tirol vor. Die Tiroler stellten sodann die alte Landesverfassung wieder her.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die zweite Befreiung Tirols im Mai 1809<\/h2>\n\n\n\n<p>Napoleon wollte auf keinen Fall ein \u00f6sterreichisches Tirol und ein zweites Spanien im R\u00fccken seiner Truppen haben. Er gab seinem Marschall Lefebvre den Befehl, Tirol zu besetzen. Damit begann der Widerstand der Tiroler erneut und \u00fcberall im Land kam es zu K\u00e4mpfen zwischen Tiroler Sch\u00fctzen und franz\u00f6sischen und bayrischen Truppen. In S\u00fcdtirol war Andreas Hofer Oberkommandant im s\u00fcdlichen Landesteil Tirols geworden. Er lie\u00df die Tiroler am 25. Mai am Berg Isel aufmarschieren. Der rechte Fl\u00fcgel wurde besetzt von Sch\u00fctzenmajor Speckbacher aus Hall, der linke Fl\u00fcgel durch Peter Haspinger und das Zentrum mit den S\u00fcdtiroler Sch\u00fctzen. der Berg Isel wurde wiederum heftig umstritten. Die Entscheidung fiel am 29. Mai. Die Bayern- eine 6 000 Mann starke Armee- waren von den Tiroler Sch\u00fctzen besiegt worden und mu\u00dften das Land verlassen. Damit war Tirol nach der kurzen Besetzung wieder frei geworden. Kaiser Franz der Erste von \u00d6sterreich teilte den Tirolern mit, da\u00df er das Land nie mehr an Bayern abtreten werde.F\u00fcr Andreas Hofer und seine F\u00fchrer war dies der moralische Auftrag, die Freiheit Tirols unter allen Umst\u00e4nden zu wahren. Doch Napoleon forderte im Waffenstillstand von Znaim die R\u00e4umung Tirols von allen \u00f6sterreichischen Truppen. Er \u00fcbertrug diese Aufgabe wiederum seinem Marschall Lefebvre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die dritte Befreiung Tirols im August 1809<\/h2>\n\n\n\n<p>Von allen Seiten stie\u00dfen die Soldaten Lefebvres mit frischen Truppen, verst\u00e4rkt durch Soldaten aus Bayern, gegen Tirol vor. \u00dcberall im Land regte sich erneut der Widerstand der Tiroler Bauern gegen die neue Besetzung. Eine franz\u00f6scische Division mit 1 400 Mann wurde am 8. August an der Pontlatzerbr\u00fccke im Oberinntal vernichtet. Am 13. August standen die Tiroler Sch\u00fctzen wiederum zur entscheidennden Schlacht am Berg Isel bereit. Ca. 15 000 Tiroler standen 20 000 gut ausgebildeten franz\u00f6sischen und bayrischen Soldaten gegen\u00fcber. In harten Nahk\u00e4mpfen wurde oft um jeden einzelnen Hof in der Umgebung des Berg Isel gerungen. Die Tiroler Anf\u00fchrer: Andreas Hofer, Speckbacher , Haspinger, Peter Mair und Bucher erzwangen durch ihre Kampftaktik in den sp\u00e4ten Abendstunden des 13. August 1809 den Sieg. Der franz\u00f6sische General Lefebvre mu\u00dfte den R\u00fcckzug antreten, geschlagen von den Tiroler Bauernsch\u00fctzen.Andreas Hofer zog als Oberkommandant in die Hofbug in Innsbruck ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Andreas Hofers Regierung von August bis Oktober 1809<\/h2>\n\n\n\n<p>Andreas Hofer ben\u00fctzte die alte Tiroler Landesverfassung als einziges Instrument seiner Entscheidungen. Er war \u00fcberzeugt, da\u00df Ihm die Hilfe Gottes und die Rechtschaffenheit seiner Freunde den richtigen Weg weisen w\u00fcrden. Napoleon indessen beschlo\u00df erneut, Tirol zu erobern. Speckbacher k\u00e4mpfte im Unterinntal gegen die Bayern und r\u00fcckte bis vor die Tore Reichenhalls vor. Langsam aber begann sich die \u00dcbermacht der franz\u00f6sischen Truppen auszuwirken, und immer mehr mu\u00dften die Tiroler einsehen, da\u00df sie gegen ein gut ausgebildetes Heer letztendlich nicht bestehen konnten: \u00d6sterreich mu\u00dfte mit Napoleon den Frieden von Sch\u00f6nbrunn schlie\u00dfen, indem es Tirol wieder an Bayern abtrat. Von allen Seiten kamen nun die Feinde ins Land. Am 21. Oktober 1809 mu\u00dfte Andreas Hofer Innsbruck verlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Ende des Tiroler Freiheitskampfes<\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits am 14. Oktober setzte Napoleon ein gewaltiges Truppenaufgebot von 50 000 Mann gegen die Tiroler in Bewegung. Kein Wunder, da\u00df die ersch\u00f6pften Tiroler Bauernsch\u00fctzen \u00fcberall den R\u00fcckzug antreten mu\u00dften. Andreas Hofer glaubte nicht an den Friedensschlu\u00df von \u00d6sterreich, da er ja im Versprechen von Kaiser Franz die G\u00fcltigkeit seines Handelns sah. Nochmals versuchte er am 1. November mit 10 000 Mann das Schlachtengl\u00fcck am Berg Isel, wurde aber entscheidend geschlagen. Das letzte Aufgebot Tirols stellte sich in den verschiedenen Teilen des Landes nochmals dem Gegner. Die fr\u00fcheren K\u00e4mpfe hatten jedoch dem Land die Kr\u00e4fte genommen. Viele F\u00fchrer des Freiheitskampfes fl\u00fcchteten nach \u00d6sterreich, nur Andreas Hofer weigerte sich, das Land zu verlassen. Er versteckte sich mit seiner Familie auf der &#8222;Pfandl-Alm&#8220; in S\u00fcdtirol und wurde dort von Raffl, einem Bauer dieser Gegend, an die Franzosen verraten. Er wurde nach Mantua gebracht und am 25. Oktober 1809 zu Tode verurteilt. Er bekannte sich vor dem Gericht zu seinem Auftrag der Befreiung Tirols und somit gab es f\u00fcr Ihn keine Rettung mehr. Am 20. Feburar 1810 starb der einst in ganz Europa bekannte Tiroler Oberkommandant unter den Sch\u00fcssen der franz\u00f6sischen Soldaten den Heldentod. Das Ende des Tiroler Freiheitskrieges war gekommen. Trotz dieses Ausgangs hatten die Tiroler ein un\u00fcbersehbares Zeichen der Freiheit gesetzt. Die Feuerzeichen auf den Bergen, das Symbol des Freiheitskampfes, brannten aber weiter und leuchteten in die Herzen der Tiroler, die lieber sterben wollten, als unfrei auf der eigenen Scholle zu sein.<a href=\"http:\/\/www.schuetzen-allerheiligen.at\/index.php\/die-tiroler-freiheitskaempfe.html#skipNavigation52\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a><a href=\"http:\/\/www.tlweb.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00a9 TLWEB 2013<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Befreiung Tirols im April 1809 Gegen die Aushebung der Rekruten durch die bayrische Regierung wehrten sich die Tiroler mit der Einberufung des Landsturms. Sie errangen am 11. 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